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Blick auf eine Häuserreihe der Margarethenhöhe in Essen. Im Vordergrund sind rote Blumen zu sehen.
Zurück zu Zuhause

Heimatliebe: Margarethenhöhe - Wo die Entschleunigung wohnt.

Ein Stadtteil wie aus einer anderen Zeit: Die Margarethenhöhe in Essen vereint charmante Architektur, grüne Ruhe und eine bewegte Geschichte. Die traditionsreiche Siedlung gilt bis heute als Vorbild für modernes Wohnen und verbindet auf einzigartige Weise eine hohe Lebensqualität und einen entschleunigten Alltag.

Kaum ein Stadtteil zeigt den Kontrast zwischen dem Image einer ehemals verrußten Arbeiterstadt und einem beschaulichen Retro-Wohnumfeld so stark wie die Essener Margarethenhöhe. Mit ihrer einzigartigen Struktur und Wohnbebauung, den kleinen Häuschen mit Efeubewuchs und der großen Ruhe, die das Viertel ausstrahlt, ist die Maggihöhe, wie viele ältere Essener und Essenerinnen sie liebevoll nennen, ein Ort der Beschaulichkeit und Entschleunigung. Hier wohnt man nicht einfach nur – hier lebt man.

Benannt nach ihrer Stifterin Margarethe Krupp wurde Anfang des 20. Jahrhunderts mitten in Essen ein neues Stück Wohnumfeld geschaffen, das nicht von ungefähr schon damals Straßennamen wie „Daheim“, „Trautes Heim“ und „Schöngelegen“ trug. Im Süden der aufstrebenden Industrie­metropole Essen entstand die Blaupause für ein neues Verständnis des urbanen Lebens, das bis heute Bestand und seine Berechtigung hat.

Vorausschauend geplant

Der junge Architekt Georg Metzendorf erhielt 1908 als 33-Jähriger den Auftrag, in Essen eine Siedlung für rund 12.000 Einwohner vom städtebaulichen Entwurf über die Planung der Häuser bis hin zur Gestaltung der Wohnungseinrichtung als ein aufeinander abgestimmtes Gesamtkunstwerk zu realisieren. Laut Regierungserlass war er hierbei sogar von allen bindenden Gesetzen und Bestimmungen befreit. So entstanden unter seiner Regie bauliche Unikate, die durch kleine Details, wie etwa unterschiedliche Haustüren, immer eine große Eigenständigkeit entwickelten und dem Stadtteil bis heute seinen eigenen Charme verleihen. 

Die denkmalgeschützte Siedlung wird so liebevoll gepflegt und instandgehalten, dass man sich als Besucher wie in einer Zeitmaschine fühlt. Nach wie vor gehört die alte Margarethenhöhe zu den Aushängeschildern der Stadt Essen und lockt auch viele Besucher von außerhalb an. Zum attraktiven Umfeld gehört auch der benachbarte Grugapark, der über das von den Stadtwerken Essen betriebene Biomasseheizwerk in der Lührmannstraße umweltfreundliche Energie erzeugt. 

Häuser der Margarethenhöhe mit Efeu bewachsen.
Klein und malerisch

Die Anwohner der beschaulichen Siedlung gehen alles mit großer Gelassenheit an, auch wenn die Sommerburgstraße sich zweispurig, samt Trasse für die U17, durch das gewachsene Häusermeer schlängelt und sich viele Autofahrer den Weg vom Uniklinikum zur A52-Anschlussstelle Haarzopf bahnen. Alle Straßen, die rechts und links abgehen, wirken so klein und malerisch, dass man sich automatisch wie in einer verkehrs­beruhigten Zone fühlt. 

Mieten statt kaufen

Ein paar kleine Geschäfte, ein Hotel am Marktplatz und alles, was man so braucht in einem Stadtteil, findet sich, neben der ein oder anderen Werkstatt oder einem Künstleratelier auch hier. 

Bemerkenswert ist, dass es auf der alten Margarethenhöhe nicht einen einzigen Haus- oder Wohnungseigentümer gibt. Wohnen und Leben kann man hier nur als Mieter. Und die Bewerberliste bei der Margarethe-Krupp-Stiftung, die für den Erhalt, die Pflege und die Verwaltung verantwortlich zeichnet, ist lang.

Haus in der Siedlung Margarethenhöhe, unter Denkmalschutz stehende Gartenstadt Siedlung, gebaut von 1906 bis 1938,  Essen, Deutschland

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