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Eine Frau, die über einem Hochbeet lehnt und mit einer kleinen Schüppe ein Loch in die Erde gräbt, um Gemüse anzupflanzen.
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Urban Farming: Wie man sich als Städter selbst versorgen kann.

Der Sommer läuft auf Hochtouren und viele Hobby-Landwirte haben schon die erste Ernte eingefahren. Aber welcher „Acker“ kommt für wen in Frage und was kann man wo anbauen? Hier haben wir für alle angehenden Obst- und Gemüsebauern- und bäuerinnen ein paar wichtige Orientierungshilfen zusammengestellt.

Es ist wichtig, den passenden, auf die individuellen Wünsche und Möglichkeiten abgestimmten Einstieg zu finden. Denn die erfolgreiche Selbstversorgung ist mit viel Einsatz und vielen Erfahrungen verbunden. 

Auf die Ernte freut sich jeder. Aber gerade für Einsteiger gibt es noch viel zu lernen. Sich schrittweise dem Anbau zu nähern, ist sicher der beste Weg. Je nachdem, wie groß der Anbaubereich ist, werden auch unterschiedliche Pflanzutensilien, Gartengeräte und Ernteausrüstung benötigt. Während man auf dem Balkon noch mit Schüppchen und einem kleinen Erntekorb erfolgreich ist, erfordert der eigene Garten oder die gemietete Parzelle schon ein größeres Besteck: Ohne Spaten, Hacken, große Körbe und Kisten kommt man hier nicht weit. Und auch die Arbeitskleidung orientiert sich am Einsatz: Während auf dem Balkon schnell noch ein paar Frühstückstomaten in Badeschläppchen geerntet werden können, macht man in Gummistiefeln und Overall auf dem Kartoffelacker die bessere Figur.

Welcher Acker passt?

Starten kann man bereits in der Wohnung: In Töpfen lassen sich problemlos Kräuter, wie Kresse, Thymian, Rosmarin oder Basilikum pflanzen. Und mit ein bisschen Fingerspitzengefühl gelingen auch schon kleine Gemüsepflanzen wie Minipaprika. Mit den selbst geernteten Basilikumblättern schmeckt die Pasta dann noch besser. Und auch der selbstgebraute Tee mit einem frisch abgeschnittenen Minze-Zweig ist ein besonderes Geschmackserlebnis.

Verschiedene Kräuter in Töpfen.
Strauchtomaten

Der Balkon ist dann schon ein weiterer Schritt in Richtung Selbstversorgung. Je nach Größe und Lage lässt sich hier in Töpfen, Kästen und Hochbeeten einiges anpflanzen. 

Saison ist von Frühjahr bis zum Herbst, auch auf dem Balkon. Tomaten, Gurke, Paprika sind kein Problem – auch Spinat und Salat wachsen in der x-ten Etage. Im Pflanzenmarkt findet man nicht nur eine Riesenauswahl an Pflanzen, sondern auch die passenden Materialien und Gerätschaften. Nach den ersten spontanen Erfahrungen auf dem Balkon lässt sich der Ernteertrag in den Folgejahren mit einem Pflanzplan schon viel besser steuern – und auch die heimische Speisekarte darauf abstellen.

Wer die ganze Familie mit dem eigenen Ernteertrag versorgen will, muss schon seinen Balkon durch einen Garten im Hof oder einen Schrebergarten ersetzen. Dann können auch Kartoffeln, Kohlrabi, Bohnen und alles andere in größerem Stil angebaut werden. 

Aber gerade die Schrebergärten erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Wer sich dafür interessiert, muss längere Wartezeiten in Kauf nehmen und sollte gerade als Einsteiger schon den Balkon oder die kleine Gartenfläche hinterm Haus für die ersten Pflanzversuche nutzen.

Gemüsebeet

Wer weder Balkon noch Garten hat, aber Obst- und Gemüse im größeren Stil anbauen und ernten möchte, kann sich kurzerhand eine eigene Parzelle auf einem Bauernhof mieten. Das geht allein oder im Team. In der Regel pflanzen die Landwirte schon eine Reihe von Gemüsesorten an, die dann individuell erweitert werden können. 

Tipp: Die Nachfrage ist groß und möglicherweise ist es sinnvoll, sich schon jetzt für eine eigene Parzelle im nächsten Jahr zu bewerben.

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