Zum Hauptinhalt springen Links zur Barrierefreiheit
Eine Frau mit langen dunklen Haaren öffnet das Fenster, um zu lüften.
Zurück zu Energie

Besser Stoßlüften: So gelingt der Luftaustausch mit System

„Bitte mach das Fenster zu – wir heizen doch nicht für draußen!" Dieser Satz ist sicherlich vielen noch aus der Kindheit vertraut. Aber mal ehrlich: Wer hat sich nicht schon gefragt, wie man richtig lüftet, ohne dass die Heizung vergeblich läuft oder die Wohnung nach drei Stunden noch immer nach dem gestrigen Abendessen riecht?

Stoßlüften ist der einfachste Weg, um Energie zu sparen, Schimmel zu vermeiden und sich in den eigenen vier Wänden wohlzufühlen. Geben Sie der Luft einen kurzen, kräftigen „Stoß", um sich auszutauschen. Stoßlüften ist seit Jahrhunderten bewährt, manche kennen es vielleicht auch als Querlüften.

Unser Tipp: Öffnen Sie die Fenster für einige Minuten vollständig, anstatt sie stundenlang auf Kipp zu stellen. So findet der Luftaustausch schnell und effizient statt. Die warme Raumluft – die inzwischen feucht, verbraucht und stickig ist – zieht hinaus, frische Luft strömt herein. Das Beste daran: Die Wohnung kühlt dabei nicht aus.

Wenn Sie sich nicht auf ihr Frischluftgefühl verlassen wollen, können Sie auch den CO₂-Wert mit einem Messgerät (Kosten: ab 30 Euro) ermitteln. Stellen Sie sich einen Raum mit einer Million Luftteilchen vor. Bestehen 1.000 dieser Teilchen aus CO₂ (1.000 ppm CO₂), so ist es Zeit zum Lüften. 

Fünf Tipps für den Alltag

 

Tipp Nr. 1: Die Heizung richtig ausschalten

Viele drehen die Heizung vor dem Lüften nur leicht herunter. Das Problem: Die Heizung läuft munter weiter, während das Fenster offen ist. Besser: Heizung vollständig auf „0" stellen, bevor Sie das Fenster öffnen. Danach wieder hochdrehen. Das spart 10 bis 15 Prozent Heizkosten – über den Winter gerechnet können das 50 bis 100 Euro sein.

Tipp Nr. 2: Lüften nach Außentemperatur

Kalte Luft ist dichter und tauscht sich schneller aus. Im Sommer dauert es entsprechend länger. Wer das weiß, lüftet effizienter und friert nicht unnötig. Wie lange Sie lüften sollten, hängt von der Außentemperatur ab:
 

  • Winter (unter 0 °C): 3 bis 5 Minuten
  • Übergangszeit (5–15 °C): 5 bis 10 Minuten
  • Sommer (über 20 °C): 10 bis 20 Minuten

Tipp Nr. 3: Nehmen Sie sich die Zeit

Hand aufs Herz: Wie oft haben Sie das Fenster geöffnet und vergessen, es wieder zu schließen? Die Lösung: Hängen Sie sich einen Zettel an die Tür oder stellen Sie einen Timer auf dem Handy ein. Nach einer Woche läuft es ganz automatisch.

Tipp Nr. 4: Diagonal lüften

Kein Durchzug möglich? Öffnen Sie das Fenster vollständig und dazu die Zimmertür zur gegenüberliegenden Seite der Wohnung. So entsteht ein Luftstrom durch das gesamte Zimmer. Noch effektiver: Hängen Sie ein feuchtes Handtuch über die geöffnete Tür – das verstärkt den Sogeffekt zusätzlich.

Tipp Nr. 5: Direkt nach dem Aufstehen lüften

Lüften Sie morgens direkt nach dem Aufwachen, bevor Sie die Heizung aufdrehen. Nachts produziert ein Mensch bis zu 1 Liter Feuchtigkeit – die muss raus aus dem Raum. Trockene, frische Luft erwärmt sich außerdem viel schneller als feuchte Luft. Das spart Energie und sorgt für ein besseres Raumklima.

Unterm Strich gilt: Stoßlüften ist unkompliziert, aber mit diesen Tipps machen Sie es besonders effektiv. Es spart Heizkosten, vermeidet Schimmel und hält die Wohnung frisch. Es kostet nichts, dauert nur wenige Minuten und Ihre Heizkosten werden es Ihnen danken. 

Diese Seite teilen

Das könnte Sie auch interessieren: