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Projekt StadtWärme: Essen startet in eine neue Heizungsära

Klimaneutral bis 2040 – das ist Essens Ziel. Mit dem Projekt StadtWärme zeigen die Stadtwerke Essen, wie das gelingen kann: nachhaltig, bezahlbar und ohne eigenen Heizkessel im Keller.

Wie heizt Essen in Zukunft? Diese Frage beschäftigt nicht nur Klimaexpertinnen und -experten, sondern immer mehr Bürgerinnen und Bürger – spätestens seit die Energiepreise und der Klimawandel das Thema Heizung in den Mittelpunkt gerückt haben. Die Stadtwerke Essen haben darauf eine konkrete Antwort: StadtWärme.

Die Idee dahinter ist so einfach wie überzeugend: In vielen Essener Stadtteilen stecken Wärmequellen voller Energie, die bisher ungenutzt sind. Grubenwasser, Flusswasser, Umweltwärme – all das lässt sich nutzen. Ein eindrucksvolles Beispiel: Jedes Jahr pumpt die RAG rund 15 bis 20 Millionen Kubikmeter warmes Wasser aus alten Zechenanlagen und leitet es in die Ruhr. Geplant ist, diese Ressource künftig zu nutzen. Große Wärmepumpen bringen das Grubenwasser auf die benötigten Temperaturen von 65-85 Grad Celsius für Heizung und Warmwasser und speisen es ins neue StadtWärme-Netz ein. Eine eigene Wärmepumpe braucht man dafür nicht.

Das Projekt StadtWärme setzt also auf lokale, erneuerbare Wärme­quellen, die bereits vorhanden sind. Die Stadtwerke möchten damit die Art, wie Essen heizt, grundlegend verändern. Wer künftig mit StadtWärme heizt, braucht keinen eigenen Heizkessel im Haus, demnach auch keine Wartung und kann trotzdem warm und komfortabel wohnen.

Die Technik dahinter: effizient und zukunftsfähig

StadtWärme basiert auf sogenannten Niedertemperaturwärmenetzen. Diese Technologie gilt in urbanen Räumen als Schlüssel zur Reduzierung von CO₂-Emissionen beim Heizen. Die Wärme wird – ähnlich wie bei klassischer Fernwärme – direkt ins Haus geleitet, aber effizienter: kurze Wege, weniger Energieverlust, mehr Wirkung.

Bestehende Leitungen im Haus können in der Regel weiter genutzt werden, Fußbodenheizungen und moderne Heizkörper sind problemlos kompatibel. Ältere Radiatoren meistens auch. Der Umstieg soll so unkompliziert wie möglich sein.

Starke Partnerschaft für die Wärmewende

Damit Essen klimaneutral wird, braucht es einen grundlegenden Wandel in der Wärmeversorgung von Häusern und Wohnungen. Der Rat der Stadt Essen hat deshalb am 25. März 2026 die Kommunale Wärmeplanung verabschiedet. Sie bildet die strategische Grundlage für die zukünftige Wärmeversorgung in Essen und markiert den Übergang von der Planungs- in die Umsetzungsphase. Ziel der Wärmeplanung ist es, die Wärmeversorgung in Essen bis spätestens 2045 treibhausgasneutral, verlässlich und bezahlbar zu gestalten. 

Dialog vor Ort

Die Stadtwerke Essen betonen: StadtWärme ist ein Projekt, das nur gemeinsam gelingen kann. 

„Wir betrachten StadtWärme als eine Generationenchance. Das geht nur mit den Bürgerinnen und Bürgern vor Ort", 

Dr. Frank Pieper, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Essen.

Daher setzen die Stadtwerke bei StadtWärme auf Transparenz und Bürgerbeteiligung. Eine erste Informationsveranstaltung für Hausver­waltungen in den Stadtteilen Überruhr und Burgaltendorf hat bereits Ende März stattgefunden und stieß auf großes Interesse. 

Auch auf lokalpolitischer Ebene wurde das Projekt zwischen Februar und Mai bei verschiedenen Veranstaltungen vorgestellt und fand dort ebenso großen Anklang wie in der Energiebranche auf der E-world. 

Weitere Veranstaltungen sind geplant. Wer Fragen hat oder mehr über das zukunftsweisende Projekt erfahren möchte, findet alle Informationen auf www.stadtwärme-essen.de.

Die Vorteile auf einen Blick

StadtWärme überzeugt mit einer Reihe handfester Vorteile:

  • Umweltfreundlich: Das System nutzt erneuerbare Energien und unvermeidbare Abwärme, kann Öl und Gas ersetzen und verursacht deutlich weniger CO₂-Emissionen.
  • Kosteneffizient: Die laufenden Kosten sind in der Regel konkurrenzfähig, weil Energie effizient genutzt wird, erneuerbare Quellen vor Preisschwankungen schützen und CO2-Abgaben entfallen. Wer StadtWärme nutzt, vermeidet zudem Aufwand und Kosten für Heizungswartung und Schornsteinreinigung.
  • Lokal verankert: Energiequellen, die in der Nähe liegen, bedeuten kurze Wärmewege, weniger Energieverluste und mehr Effizienz. 

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